Standort Lünen
Asylgesuch Lünen |
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„Gerade die Bevölkerung in und um Lünen leidet bereits unter den vielen Kohlekraftwerken in der Region. Die Schweizer Investitionen verschärfen die Situation noch.“Thomas Matthée |
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Im nordrhein-westfälischen Lünen, nördlich von Dortmund, baut der Stadtwerkeverbund Trianel ein neues Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 810 Megawatt (MW). Das Projekt ist vor Ort sehr umstritten. Obwohl noch immer nicht alle Genehmigungen vorliegen, ist das Kraftwerk bereits seit dem Herbst 2008 im Bau.
Die Tessiner Elektrizitätswerke (AET) sind mit einem Anteil von deutlich über 10 Prozent am Kohlekraftwerk beteiligt. Sie sind derzeit neben einem Energieversorger aus Bochum der größte einzelne Abnehmer. Die AET gehört zu 100 Prozent dem Kanton Tessin. Auch die Regio Energie aus dem Kanton Solothurn ist am Kohlekraftwerksprojekt beteiligt.
Im Juni 2008 legte der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit Unterstützung der lokalen Bürgerinitiative in Lünen beim Oberverwaltungsgericht in Münster Klage gegen eine erste Teilgenehmigung des Kraftwerks ein. Das Gericht gab dem Kläger Recht, vor allem aufgrund von Verstößen gegen europäisches Naturrecht. Allerdings hat es den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) in Luxemburg zur Klärung der Frage angerufen, ob das Klagerecht der Umweltverbände in Bezug auf Naturschutz durch deutsches Recht unzulässig eingeschränkt wird. Eine Entscheidung des EuGH wird im Frühjahr 2010 erwartet.
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