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Standort Brunsbüttel

 

Asylgesuch Brunsbüttel

„Die CO2-Emissionen von Schleswig-Holstein würden sich durch das Kohlekraftwerk um 50 Prozent erhöhen. Ohne Schweizer Beteiligung könnte es nicht gebaut werden."
Arne Firjahn
Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe

 

In Brunsbüttel in der Nähe von Hamburg sollen in den nächsten Jahren insgesamt drei neue Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 3.200 Megawatt (MW) errichtet werden. Eines der Vorhaben ist ein riesiger Kohlekraftwerksdoppelblock mit einer Leistung von 1.800 MW, für den derzeit das Genehmigungsverfahren läuft. Die Projektleitung hat das Stadtwerke-Kooperationsunternehmen SüdWestStrom. Der jährliche CO2-Ausstoß wird bei rund 10 Millionen Tonnen zusätzlich liegen. Über 60 Prozent der Brunsbütteler Einwohner und die große Mehrheit der Einwohner der angrenzenden Gemeinden in der betroffenen Region lehnen das Projekt ab.

An dem riesigen geplanten Kohledoppelblock sind folgende Schweizer Stromfirmen beteiligt: die Rätia Energie (Kanton Graubünden) mit 918 MW – das Unternehmen ist mit  51% Mehrheitsanteilseigner am Kohlekraftwerksprojekt und gehört fast zur Hälfte dem Kanton Graubünden; die Groupe E aus Freiburg mit 50 MW, die  Romande Energie (Kanton Waadt) mit 50 MW, die EBM (Baselland) mit 30 MW und die SN Energie (Kanton Glarus) mit 20 MW. Mit insgesamt 1.068 MW werden die Schweizer Unternehmen also weit über die Hälfte der produzierten Strommenge abnehmen.