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Schweiz will neue Kohlekraftwerke in Deutschland bauen

Betroffene Bürger bitten um Klima-Asyl in der Schweiz


Schweizer Energieunternehmen beteiligen sich an umstrittenen deutschen Kohlekraftwerksplanungen / Breite Koalition von Kraftwerksgegnern protestiert vor der Schweizer Botschaft / Betroffene Bürger übergeben symbolisch Klima-Asylgesuch an die Schweiz.

Die Schweiz und die schmutzige Kohle

Dörpen, Lünen und Brunsbüttel gehören nicht gerade zu den bekanntesten deutschen Städten. Aber sie haben eines gemeinsam: Schweizer Energieunternehmen beteiligen sich dort an riesigen Kohlekraftwerksprojekten,
die Unmengen des Klimakillers CO2 ausstoßen werden. In Deutschland gibt es gegen die Kraftwerksprojekte heftigen Protest der Bevölkerung.

 

Mit einer spektakulären Aktion werden deshalb am 25. November vor der Schweizer Botschaft in Berlin Kohlekraftgegner aus den jeweiligen Städten und Gemeinden gemeinsam mit dem breiten deutschen Bündnis die Klima-Allianz und den Umweltverbänden WWF und BUND vor der Schweizer Botschaft protestieren. Sie werden direkt vor der Schweizer Botschaft symbolisch mit Tonnen dreckiger Kohle zugeschüttet und danach vor den Toren der Botschaft ein Asylgesuch bei den Eidgenossen stellen.

 

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Für Interviews vor Ort stehen Ihnen zur Verfügung: Vertreter/innen der Bürgerinitiativen gegen die geplanten Vorhaben in Brunsbüttel, Dörpen und Lünen, der Klima-Allianz und des BUND.

Wir fordern: Stoppt den Schweizer Kohledreck!

 

Keine Form der Stromerzeugung belastet unser Klima mehr als die Verbrennung von Kohle. Werden die geplanten Projekte mit Schweizer Beteiligung realisiert, sind es in Deutschland Kohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 4.260 Megawatt (4,2 Gigawatt). Zusammen werden sie jährlich 24,6 Millionen Tonnen CO2 produzieren. Zum Vergleich: Heute verursacht die Schweiz nach offiziellen Angaben pro Jahr 40 Millionen Tonnen CO2.

Besonders brisant: In der Schweiz haben strenge Klimaschutzauflagen den Bau neuer Kohlekraftwerke längst unrentabel gemacht. So muss von Basel bis Lausanne jede in die Atmosphäre gepustete Tonne CO2 mit Maßnahmen zum Klimaschutz ausgeglichen werden.